Provomatic

Zahlungen einrichten

Provomatic arbeitet mit Stripe, PayPal und Mollie sowie mit Überweisung. Du kannst einen oder mehrere Anbieter gleichzeitig nutzen – der Kunde wählt auf der Bezahlseite.

Überblick

AnbieterZahlarten für KundenWas du in Provomatic einträgstWebhook
StripeKarte, Apple Pay, Google Pay, SEPA-Lastschrift, Klarna und weitere, je nach Freischaltung in deinem Stripe-KontoEingeschränkter Schlüssel (rk_…), Webhook-Secret (whsec_…)Im Stripe-Dashboard anlegen
PayPalPayPal-Konto, je nach Land auch Karte und Lastschrift über PayPalClient ID, Secret, Webhook IDIm PayPal Developer Dashboard anlegen
MollieSEPA-Lastschrift, Karte, Klarna, PayPal, iDEAL, Bancontact und weitereAPI-Schlüssel (test_… oder live_…)Nicht nötig – Provomatic übergibt die Adresse bei jeder Zahlung
ÜberweisungÜberweisung, per Banking-App mit GiroCodeBankverbindung in den Firmendaten–

Alle Einstellungen findest du im Admin unter Einstellungen → Zahlungen. Schlüssel und Secrets werden verschlüsselt gespeichert und danach nie wieder im Klartext angezeigt – ein leeres Feld beim Speichern behält den bisherigen Wert.

Die Webhook-Adressen lauten immer (mit deiner Domain):

https://shop.deinhosting.de/webhooks/payments/stripe
https://shop.deinhosting.de/webhooks/payments/paypal
https://shop.deinhosting.de/webhooks/payments/mollie

Stripe

Stripe ist die beste Wahl, wenn deine Kunden vor allem mit Karte, Apple Pay oder Google Pay zahlen. Provomatic nutzt Stripe Checkout: Der Kunde zahlt auf einer Seite von Stripe, Kartendaten berühren deinen Server nie.

  1. Konto und Sandbox

    Melde dich bei dashboard.stripe.com an. Für Tests schaltest du oben auf die Sandbox (Testmodus) um – dort fließt kein echtes Geld.

  2. Eingeschränkten Schlüssel anlegen

    Unter Entwickler → API-Schlüssel → Geheimschlüssel erstellen wählst du „Eingeschränkter Schlüssel“ und gibst ihm einen Namen wie „Provomatic“. Setze nur diese Berechtigungen:

    • Checkout Sessions: Schreiben
    • PaymentIntents: Lesen
    • Refunds (Rückerstattungen): Schreiben

    Alles andere bleibt auf „Kein Zugriff“. Ein eingeschränkter Schlüssel kann im Ernstfall deutlich weniger Schaden anrichten als der volle Geheimschlüssel sk_….

  3. Event-Ziel (Webhook) anlegen

    Unter Entwickler → Webhooks → Ziel hinzufügen: Events aus „Ihr Konto“, Nutzlast-Stil „Momentaufnahme“. Wähle genau diese vier Events:

    • checkout.session.completed – Checkout abgeschlossen (bei Karte ist das Geld da)
    • checkout.session.async_payment_succeeded – verzögerte Zahlung eingegangen (z. B. SEPA)
    • checkout.session.async_payment_failed – verzögerte Zahlung fehlgeschlagen
    • checkout.session.expired – Checkout abgelaufen

    Zieltyp „Webhook-Endpoint“, als Endpoint-URL https://shop.deinhosting.de/webhooks/payments/stripe.

  4. In Provomatic eintragen

    Auf der Detailseite des Ziels zeigt Stripe das Signatur-Geheimnis (whsec_…). Trage es zusammen mit dem eingeschränkten Schlüssel unter Einstellungen → Zahlungen → Stripe ein und aktiviere Stripe. Den veröffentlichbaren Schlüssel pk_… brauchst du nicht.

  5. Live schalten

    Für echte Zahlungen wiederholst du Schritt 2 bis 4 außerhalb der Sandbox mit einem Live-Schlüssel. Welche Zahlarten erscheinen, steuerst du in Stripe unter Einstellungen → Zahlungsmethoden.

PayPal

Viele Gamer zahlen am liebsten mit PayPal. Provomatic nutzt die Orders-API v2: Der Kunde bestätigt bei PayPal, danach zieht Provomatic den Betrag sofort ein.

  1. App im Developer Dashboard

    Melde dich bei developer.paypal.com mit deinem PayPal-Geschäftskonto an. Oben links schaltest du zwischen Sandbox und Live um. Unter Apps & Credentials öffnest du die „Default Application“ oder legst eine eigene App an.

  2. Client ID und Secret

    In der App stehen Client ID und Secret. Beide trägst du in Provomatic ein.

  3. Webhook anlegen

    Weiter unten in derselben App unter Sandbox Webhooks bzw. Live Webhooks → Add Webhook. Als URL https://shop.deinhosting.de/webhooks/payments/paypal, als Events:

    • CHECKOUT.ORDER.APPROVED – „Checkout order approved“: Kunde hat bei PayPal bestätigt
    • PAYMENT.CAPTURE.COMPLETED – „Payment capture completed“: Geld ist eingegangen
    • PAYMENT.CAPTURE.DENIED – „Payment capture denied“: Einzug abgelehnt

    Nicht „All Events“ wählen – Provomatic braucht nur diese drei.

  4. In Provomatic eintragen

    Nach dem Speichern zeigt PayPal in der Webhook-Tabelle die Webhook ID. Unter Einstellungen → Zahlungen → PayPal trägst du Client ID, Secret und Webhook ID ein, setzt den Haken bei „Sandbox“ für Tests und aktivierst PayPal. Mit der Webhook ID prüft Provomatic die Signatur jedes Webhooks bei PayPal.

  5. Testkonto für Käufe

    Unter Testing Tools → Sandbox Accounts findest du ein Käufer-Testkonto („Personal“). Damit meldest du dich beim Testkauf an – nie mit deinem echten PayPal-Konto.

PayPal stellt Webhooks in der Sandbox teilweise erst nach mehreren Minuten zu. Das ist kein Problem: Kommt der Kunde von PayPal zurück, prüft Provomatic den Status sofort selbst. Der Webhook ist die Absicherung, falls der Kunde das Fenster vorher schließt.

Mollie

Mollie ist besonders in Deutschland, den Niederlanden und Belgien beliebt und bietet viele lokale Zahlarten mit einem einzigen Schlüssel.

  1. Konto und Profil

    Registriere dich bei my.mollie.com. Mollie legt ein Zahlungsprofil für deine Website an. Für Live-Zahlungen verlangt Mollie deine Unternehmensdaten und die Adresse deines Shops – Testzahlungen gehen sofort.

  2. API-Schlüssel erstellen

    Unter Entwickler → API-Schlüssel → API-Schlüssel erstellen: Beschreibung z. B. „Provomatic“, Token-Typ „Standard-API-Schlüssel“, dein Profil und den API-Modus „Test“ (später „Aktiv“). Die vorgegebenen Berechtigungen reichen. Mollie zeigt den Schlüssel nur einmal an.

  3. In Provomatic eintragen

    Unter Einstellungen → Zahlungen → Mollie den Schlüssel eintragen und Mollie aktivieren. Ein Schlüssel mit test_ schaltet den Testmodus automatisch ein.

  4. Kein Webhook nötig

    Provomatic gibt die Webhook-Adresse bei jeder Zahlung selbst an Mollie weiter. Mollie meldet nur die ID der Zahlung, Provomatic fragt den Status direkt bei Mollie ab – deshalb gibt es auch kein Webhook-Secret.

Überweisung

Unter Einstellungen → Zahlungen schaltest du „Überweisung“ ein. Voraussetzung ist eine IBAN in den Firmendaten. Der Kunde sieht auf der Bezahlseite und auf der Rechnung Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck (die Rechnungsnummer) sowie einen GiroCode: Banking-Apps lesen damit alle Angaben per Kamera ein.

Geht das Geld ein, erfasst dein Team die Zahlung unter Abrechnung → Rechnungen mit „Zahlung erfassen“ – auch Teilzahlungen. Ist die Rechnung vollständig bezahlt, wird die Bestellung automatisch freigegeben.

Testzahlung

  1. Alle Anbieter im Test- bzw. Sandbox-Modus einrichten. Auf der Bezahlseite steht dann „Testmodus: Es wird kein echtes Geld bewegt“.
  2. Im Shop eine Bestellung aufgeben (oder im Admin unter Kunden mit „Login“ als Testkunde anmelden).
  3. Stripe: Karte 4242 4242 4242 4242, beliebiges Ablaufdatum in der Zukunft, beliebige Prüfnummer.
  4. PayPal: mit dem Sandbox-Käuferkonto anmelden und bestätigen.
  5. Mollie: Zahlart wählen und auf der Testseite den Status „Bezahlt“ auswählen.
  6. Im Admin prüfen: Abrechnung → Zahlungen zeigt die Zahlung als bezahlt, Webhook-Protokoll den eingegangenen Webhook mit „processed“, die Bestellung ist bezahlt und der Dienst aktiv.

Rückerstattungen

Unter Abrechnung → Zahlungen erstattest du eine Zahlung ganz oder teilweise. Provomatic veranlasst die Erstattung direkt bei Stripe, PayPal oder Mollie und erstellt automatisch eine Gutschrift mit Verweis auf die Rechnung. Bei einer vollen Erstattung wird die Rechnung storniert. Überweisungen zahlst du selbst zurück; die Gutschrift erstellt Provomatic trotzdem.

So sicher sind Zahlungen

  • Status immer vom Anbieter: Provomatic glaubt keinem Webhook-Inhalt, sondern fragt den Zahlungsstatus selbst beim Anbieter ab.
  • Betragsprüfung: Stimmen Betrag oder Währung nicht genau, wird die Zahlung abgelehnt und im Audit-Log festgehalten.
  • Signaturen: Stripe-Webhooks werden mit dem Signatur-Geheimnis geprüft, PayPal-Webhooks über die Prüf-Schnittstelle von PayPal.
  • Genau einmal: Jedes Ereignis wird einmal verarbeitet, auch wenn der Anbieter es mehrfach schickt. Alle Webhooks stehen im Webhook-Protokoll.
  • Keine Kartendaten auf deinem Server: Kunden zahlen auf den Seiten der Anbieter.

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